24 Stunden Rennen München Spezial

Ergebnisse und Zeiten vom 24 Stunden Rennen.


corratec 24h-race im Olympiapark - ein MUSS für jeden Mountainbiker

Das 24-Stunden Rennen im Olympiapark München ist eine Kultveranstaltung. Kein Wunder, dass binnen weniger Wochen die über 2.000 Startplätze vergeben sind. Gut und gerne die gleiche Anzahl von Bewerbern mussten laut Aussagen abgelehnt werden. München ist ein Treffpunkt für die Profis, wie auch von über 2.000 Hobby- und Freizeitportlern in den verschiedensten Teams.
Ein absoluter Teilnehmerrekord war 2008 zu verzeichnen. Über 2.000 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark, Belgien, Holland, England und ein erfolgreicher Extremsportler aus Moskau starten in den Kategorien Einzel, 2er-, 4er- und 8er Teams. Kein leichtes unterfangen für Sascha und Peter vom Vastness Racing Team. Die Anreise zum Event war schon ein Kraftakt, neun Stunden fahrt vom Saarland nach München (400 km) ist schon ein hartes Stück. Die erste Nerven-Probe an diesem Wochenende.
In Münschen angekommen, hat uns das Navi noch einen Streich gespielt und Wir alle dachten, das fängt ja schon gut an. In einem Hostel das in der nähe des Olympia-Parks lag, haben wir dann Quatier bezogen. Fünf Personen ein Gedanke, Bier Bier Bier und ganz viel Hunger.
Nach einer Kurzen Nacht gings dann am nächsten Morgen zum Olympia-Park. Dort angekommen, waren wir etwas überrascht wieviel schon los war und sahen vor lauter Zelten und Wohnwagen keinen Platz mehr für uns.
Die Menge der Menschen die da schon so früh unterwegs waren liesen Sascha und Peter verstummen. War ja auch zu verstehen. Etwas Glück gehört  ja auch dazu und nach kurzem suchen haben wir dann einen Super Platz für unsere Team Zentrale gefunden. Bis zum Start waren es noch ca. 4 Stunden und es gab noch einiges zu erledigen. (Anmeldung, Strecken Besichtigung, Fahrer Besprechung und vieles mehr) Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Strategie wie viele runden jeder zurück legt und wann und wie wir wechseln.
Einige Diskussionen später haben wir uns dann auf 3 Runden pro Fahrer festgelegt, diese Entscheidung sollte sich dann später auch als gute Taktik bemerkbar machen.
Startfahrer war Peter und den Schluss sollte Sascha machen wenn unsere Berechnungen aufgingen aber dazu später mehr. 24 Stunden sind verdamt lang! Alles lief Super, Sascha und Peter spulten Ihre Runden ab mit einer Wahnsinns Präzision Runde für Runde fast bis auf die Minute genau. Am späten Nachmittag, keiner wollte bis Dato unsere Position im Rennen wissen kam einer von den zwei mit der guten Nachricht: Platz 3, unglaublich aber wahr.
Unsere Taktik sollte aufgehen. Um ein Uhr nachts waren wir sogar zeitweise zweiter, da schlichen sich aber ein paar Fehler ein die uns nicht ermöglichten diesen Platz zu halten. Müdigkeit, Hunger, 12 Harte Stunden die Peter und Sascha schon hinter sich hatten. Erstaunlich in unserem kleinem Fahrer-Lager das wir errichtet hatten wirkten die beiden immer als nichts mehr ginge, alles nur nicht weiter Biken müssen war in Ihren Augen zu lesen. Zurück auf dem Bike! Zwei neue Menschen wie ausgewechselt, wie ferngesteuert, beide kämpften wie verbissen. Mit ein Grund warum wir den dritten Platz bis zum Schluss nicht mehr hergaben und unsere Führung vor dem vierten noch auf zwei Runden vorsprung ausbauten. In der Schlussphase wurde es dann noch mal Spannend, Sascha der die letzte Runde drehen sollte kam einige Sekunden vor dem Signal "letzte Runde" in die Wechselzone. Peter mit seinem kräften am Ende meinte nur zu mir, nein Bitte nicht ich fahre keinen Meter mehr. Da wir aber nicht wußten welche Auswirkungen dies auf die momentane Platzierung hatte spornte ich Peter noch mal an seine wirklich allerletzten Reserven zu aktivieren und diese letzte Runde in Angriff zu nehmen. ich wusste nicht das 22 Minuten so lange sein können, eine Ewigkeit für mich und Sascha die in der wechselzone warteten.
Unser Blick war nur auf den Eingang der Halle gerichtet. Plötzlich ein lachen in unseren Gesichter, da war Peter der wie nicht von dieser Welt an uns vorbei düste. Er vergaß Sascha, denn beide wollten doch gemeinsam über die Ziellinie fahren um ihren Erfolg zu Feiern. Nach einigen zurufen stopte Peter dann doch und Sascha fuhr zusammen mit Peter zu ihrem bis Dato größten Erfolg der 3. Platz beim 24 Stunden-Rennen in München.

Fazit: Eine unbeschreibliche Leistung die von beiden erbracht wurde, man nennt so was Grenzerfahrung und dann noch der dritte Platz, unglaublich. Zahlen die man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muß: ca. 535,5 gefahrene km, fast 11500 kcl. pro Person, Durchschnittlich 11,84 h reine fahrzeit pro Person und fast 4500 Hm für jeden der beiden. Ein Erlebniss auf das Sascha und Peter stolz sein können. Super! Weiter so................